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Dienstag, 16. August 2011

Videotagebuch: Markt in Otavalo



Mein zweites Video für euch - diesmal war ich unterwegs in Otavalo - Fotos habt ihr ja schon gesehen und hier das Ganze nochmal in bewegten Bildern.

Montag, 15. August 2011

Würdest du für mich bis ans Ende der Welt gehn, würdest du?



Hallo ihr Lieben!
Ich dachte ich zeig euch noch fix meine Ausbeute vom Indigomarkt in Otavalo am Samstag. Habe mich eigentlich recht zusammengerissen und nur Dinge gekauft, die ich entweder brauchen werde in meiner Zeit hier (wie einen Poncho, Handschuhe, einen warmen Schal und eine Decke) oder, die ich sowieso noch kaufen würde auf die Dauer (wie ein Armband, einen Ring und eine Kette). Besonders der Pullover und die Decke sind etwas besonderes, da sie aus Alpaka-Wolle gestrickt sind. Kleidung aus diesem Material kostet in Deutschland gerne mal 100€ und hier bezahlt man für einen Poncho umgerechnet 8€. Wahnsinn!
Leider gibt es auch weniger schöne Nachrichten: Gestern wurde direkt vor meinem Hostel eine Familie ausgeraubt. Sie stiegen bloß aus dem Taxi, direkt vor der Tür, klingelten, und genau in dem Moment kamen zwei Typen auf einem Motorrad vorbei und bedrohten sie mit einem Messer. Die Tochter war richtig fertig, woraufhin ich sie eine Zeit getröstet habe. Bis jetzt habe ich mich zumindest in dieser Straße immer sicher gefühlt, aber das war wohl eine Fehleinschätzung. Der Familie wurden die Pässe und etwas Geld abgenommen - Gott sei Dank habe ich nie mehr als 20$ bei mir und meine Pässe bleiben schön im Hostel.
Trotzdem hoffe ich, dass mir die ganze Erfahrung erspart bleibt...

fair-trade bag made of a special flower, 6$

typical necklace: 6$ / earrings: 3$ / ring: 4$ / pashmina - scarf: 7$
earrings, 1$ each / alpaca-blanket: 12$ (in the background)
alpaca-poncho: 12$ / gloves: 3$
Liefs, Isa

Sonntag, 14. August 2011

Otavalo


Gestern hab ich einen grossartigen Tag in Otavalo auf einem der größten Indigomärkte in der Gegend verbracht. Unterwegs war ich mich zwei Mädels aus der Spanischschule: Shanley, eine Kanadierin und Elly, eine Schweizerin.
Auf dem Markt wurde nicht nur gekauft, sondern auch eine Menge gestaunt. Einerseits ueber die wundervollen, meist handgefertigten Schmuckstücke, Decken und Kleidungsstücke, andererseits ueber wundersame Essensstände, aber auch Skrupellosigkeit. Ein Mann fuhr einem Käfig mit Rollen über den Markt. Darin waren 8 kleine Hundewelpen gequetscht, die scheinbar ebenfalls zum Verlauf angeboten wurden. Als er eines herausholte, um einer Touristin zu zeigen, fiel das arme Wesen auch noch runter und jaulte erbärmlich. Die (entschuldigt meine Ausdrucksweise) saudoofe Touristin machte noch schön ein Foto mit dem Welpen und überließ ihm dann, ohne Skrupel und schlechtes Gewissen wieder seinem erbärmlichen Schicksal.
Abgesehen von diesem Erlebnis, war der Tag aber sehr toll. Habe dann zwar nicht wie geplant in Otavalo übernachtet, aber so hab ich wieder 12Dollar für das Hotel gespart. Auch gut!
Heut wir dann noch gelernt fuer den Spanischkurs, der Montag ja wieder weitergeht.

Liebste Grüße, Isabel


Ein Kunststand mit tollen Bildern und Schalen und Tabletts
die typischen Hosen

gebackene Bananen und geroesteter Mais
Teppiche


tolle Ponchos, den linken hab ich in Brauntoenen :)

Haengematten, Haengestuehle und wieder Hosen, Hosen, Hosen

besondere Traumfaenger und Shanley
ein mega cooles Hostel in Otavalo (ja, das ist drinnen!)
witzige Muetzchen / welche ich mir geholt habe, werdet ihr bald in einem neuen Filmchen sehen...



Elly von hinten

Freitag, 12. August 2011

Shopping in Ecuador?


Sollte vielleicht jemand, mich eingeschlossen, im Voraus angenommen haben, in Ecuador würde Mode klein geschrieben, so hat er sich deftig geschnitten. Natürlich, in einigen Gebieten des Landes geht es vorrangig ums Überleben und in der Gegend, in der ich mich vorgestern mit einer Schweizerin vom Sprachkurs rumgetrieben hab interessiert sich wohl keiner für die Fashionweek in Mailand, Paris und Berlin.
(Ich möchte kurz erwähnen, dass dieser Tag ein ziemlicher Kulturschock für mich war, aber darum soll es in diesem Post nicht gehen.)
Nur einen Tag später entdeckte ich auf meinem Streifzug durch die Stadt allerdings etwas ganz anderes: Ein riesiges Einkaufszentrum namens "Quicentro" sprang aus dem Grund und ich könnte schwören, es hat mich auch ein wenig angelächelt.
Natürlich konnte ich nicht daran vorbeigehen und habe mir also das Ganze mal etwas genauer angeschaut...
Ziemlich baff war ich schon beim reingehen, diese Zentrum ist nicht nur größer, als alles was ich bisher überhaupt in Alemania und anderswo gesehen habe, es ist auch noch topmodern und richtig chic. Noch ein wenig verwunderter habe ich wohl geguckt, als ich kurz darauf an Bulgari, Swarovski und vorbei lief. Man mag mich naiv nennen, natürlich gibt es auch in Ecuador reiche Leute, aber das hatte ich nicht erwartet: Mit meinen Wanderschuhen, zerschlissener Jeans und Top + karierter Bluse kam ich mir nicht nur extrem schäbig vor, ich habe mich nichtmal getraut in alle Läden reinzugehen.
Tat ich es dann doch, wurde ich teilweise herablassend begutachten (oder hab ich mir das eingebildet?), teilweise haben mich die scheinbar hiesigen Sitten auch sehr verwundert. Nachdem ich mir in einem heimischen, sehr bezahlbaren Lädchen ein Kleidchen zugelegt hatte, lief ich stolz mit meiner eingetüteten beute umher - bis ich den nächsten Laden betrat: Sofort wurde mir meine Tüte quasi aus der Hans gerissen und mir stattdessen ein kleines Schild mit einer Nummer in die Hand gedrückt. Ich weiß gar nicht genau, ob mir damit das Einkaufen erleichtert oder das Klauen erschwert werden sollte. Abholen konnte ich meine Tüte jedenfalls ca. 2min später, als ich merkte, dass dieser Laden mir zu teuer war. Das Ganze fühlte sich demnach etwas lächerlich an und ich wäre wirklich froh gewesen, diese Chose wäre eher eine Option als ein Zwang gewesen. Naja, wie sagt man so schön? Andere Länder, andere Sitten.
Etwas pikiert war ich jedoch als ich mir in einem anderen Lädchen einen Pullover anschaute (ich muss sagen, ich hab die Temperaturen abends wohl etwas überschätzt...). Ich sah auf den Preis (60$ - zu teuer!) und verrückte dabei das aufgefaltete Teil wohl um einen halben Zentimeter, anyway, als ich mich zum nächsten Regal bewegte, merkte ich tatsächlich wie die Verkäuferin hinter mir eilig den Pullover wieder an seine Position rückte.
-.-
In diesem Laden habe ich also nichts mehr angefasst und mich ziemlich blöde gefühlt...
Letztendlich habe ich außer dem bereits erwähnten Kleidchen nichts mehr gekauft, mir aber abschließend etwas Sushi in der Fressoase gegönnt - lecker!
Mein persönliches Feedback fällt also eher mager aus: Essen super, Personal ganz ganz unfreundlich, Klamotten viel zu teuer.
Da lob ich mir doch den Indigomarkt auf den ich morgen früh fahre: Otavalo!

Liefs, isa

PS: Ein schönes Ereignis hatte ich allerdings: In einem der Läden, ich glaube es war Esprit + Americano, hat mich der Verkäufer, ein helläugiger, hübscher Ecuadorianer erst etwas schüchtern angelächelt und dann seine Mit-verkäuferin zu mir geschickt, die dann in ganz ungelenkem Englisch zu mir sagte: "He (sie zeigte auf ihn) thinks you're very beautiful! Very beautiful, he thinks." Mich hat das Ganze allerdings so verlegen gemacht, dass ich nur "Gracias" in seine Richtung stammelte und dann, nach ein paar alibi-mäßigen "Ich-schau-hier-voll-interessiert-rum" Bewegungen, eilig den Laden verließ. Flirten hab ich wohl verlernt.