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Dienstag, 22. November 2011

Letzter Tag im Centro Capadd



Am Freitag war mein letzter Tag im Centro Capadd. Zur Feier des Tages wurde Kuchen gebacken und ich zeigte allen meinen gerade noch fertiggestellten Film über meine Zeit im Centro (oben seht ihr den Link).
Meine lieben Kolleginnen verdrückten sich heimlich ein Tränchen beim Zusehen, und auch ich musste mich zeitweise ein wenig hinter Erick verstecken, der es sich auf meinem Schoß bequem gemacht hatte.
Die Jungs waren ganz aufgeregt, sich selbst in Aktion zu sehen, und so mussten wir das ein oder andere Mal Erick oder Johan zurückholen, wenn sie sich wiederholt direkt vor dem Bildschirm platzierten, um auch ja nichts zu verpassen.
Die Erwachsenen hatte ich für den darauffolgenden Tag zu einem Barbecue in meinem Hostel eingeladen, deshalb musste ich mich zumindest nicht bei allen verabschieden, den Kindern galt es jedoch "Lebe wohl" zu sagen. Und obwohl ich ja vorhabe, wiederzukommen, schob sich mir doch der Text von Disney's Cap und Capper ins Herz, als Big Mama Abschied von ihrem lieben Füchslein nimmt:


Leb' wohl das heißt sich trennen
das heißt sich nie mehr sehn

Ich wünsche dir von Herzen

nur Glück und Wohlergehn

Als hätte Erick meinen Abschied irgendwie gespürt, drückte er mich noch einmal ganz fest an sich, bevor er flux springend durch die Tür verschwand. Von seiner Mama hatte ich noch eine ganz tolle Karte mit einem Erinnerungsfoto von Erick bekommen.
Auch meine Kollegen hatte mir ihre Wünsche auf eine flugzeugförmige Karte geschrieben - mit Unterschriften der Kinder, selbst wenn diese, wie in Ericks Fall, nur aus einem Strich bestanden.
Ich war wahnsinnig gerührt und werde sicher niemals vergessen, welch schöne Zeit ich im Zentrum hatte.
Danke für alles, Capadd!



Donnerstag, 17. November 2011

Centro Capadd: Dinosaurierbesuch


Letzten Freitag waren wir aufgrund unserer "Dinosaurierwoche" in einer Dino-Ausstellung im Carolinapark. Martin, der sich die ganze Woche fürchterlich auf diesen Ausflug gefreut hatte, stellte sich alsbald als die größte "Schissbuchse" heraus. Sobald der erste Plastikdino in mehr oder weniger Originalgröße vor uns stand, heulte unser Süßer herzerweichend - die Geschehnisse aus dem Film "Jurassic Park", den er kurz zuvor gesehen hatte (natürlich nicht im Centro!!) saßen ihm doch ziemlich tief in den Knochen. Gott sei Dank stellte der nette Führungsleiter sofort die Geräusche ab und so blieb unseren Jungs ein sensitiver "Overload" erspart. Trotzdem war es irgendwie wie das Hüten eines Schwarms Hummeln: Emanuel war desorientiert, Erick wollte immer vorlaufen, Martin heulte und Johan lief sowieso die ganze Zeit über lieber rückwärts als vorwärts. Irgendwie schafften wir es trotzdem, den Ausflug zu einem Erfolg zu machen. Aber seht selbst auf den Fotos :)

Erick sind die Dinos eher ein Rätsel

der klägliche Versuch eines Gruppenfotos.. Monica und die Jungs
Martin ist das Ganze zu unheimlich
hat man schon einmal einen so lässigen 7jährigen gesehen?
welch charmanter junger Mann: Emmanuel
Johan rief erschrocken: "Aber er hat ja gar keine Zähne!!!" - gruselig, für einen Jungen, der so gerne beißt wie er...
auf dem zweiten Gruppenfoto strahlen zumindest drei :D
Das Mammut und ich - so sieht wahre Liebe aus!
zumindest einer hat seinen Spaß - und es ist nicht das Mammut...

"In Jurassic Park sah der aber kleiner aus!"
"Bitte lächeln, Martin!"
Und auf anderen Fotos wird nur geguckt, ob jemand die Augen zu hat...
na also, geht doch! ein Kind guckt in die Kamera - Tag gerettet!
auf Safari im Büchermuseum
Bia und Johan

Dienstag, 1. November 2011

Viva la vida in Ecuador



Ein neues Video - diesmal aus dem Centro für autistische Kinder (Capadd). Viel Spaß!

Freitag, 28. Oktober 2011

Pitsch Patsch Nass


Mal wieder ein paar Fotos aus dem Centro Capadd für euch. Obwohl mir mittlerweile bewusst geworden ist, dass ich eine Arbeit in einer solchen Kindertagesstätte nicht mein Leben lang machen könnte, genieße ich die Zeit dennoch sehr.
Warum mir das bewusst geworden ist? Erstmal habe ich wahnsinnigen Respekt, vor den Menschen, die das schon können, denn es ist wirklich unglaublich anstrengend, mit besonderen Kindern zusammen zu arbeiten. Man braucht theoretisch genau so viele Betreuer wie Kinder, um eine angemessene Betreuung anzubieten und muss dann auch die gesamte Zeit komplett anwesend und präsent sein. Manchmal fühle ich mich dann einfach zu sehr wie ein Alleinunterhalter, dessen Publikum größtenteils kaum eine Reaktion zeigt...
Auch wenn wir natürlich auch manchmal "Schule spielen" und Wörter bilden, Laute formen und lernen, welches Tier welches Geräusch macht, ist mein Kopf doch unterfordert, und das fehlt mir.
Ich kann mir nach wie vor vorstellen, im Kinder- und Jugentherapeutischen Bereich zu arbeiten, würde ich es doch vorziehen, Einzeltherapie mit den Kindern zu machen und vor allem auch Jugendliche in der Therapie zu betreuen.
Das heißt aber nicht, dass ich nicht trotzdem wundervolle Erfahrungen sammle. Seit ca. 6 Wochen gehen wir zum Beispiel jeden Mittwoch Schwimmen und es ist überraschend, wie gut die vier Jungs mitmachen. Alle haben einen Heidenspaß und zeigen im Wasser teilweise ganz andere Gesichter, als an Land.
Zwei Wochen ist das freie Baden noch, dann werden die Mittwoche wieder im Centro verbracht - aber dann mache ich mich auch schon fast auf den Rückweg nach Deutschland...

Liefs, Isa














Und noch zwei musikalische Schmankerl: Ericks Lieblingslieder zur Zeit - die demnach im Centro hoch und runter laufen...

Israel Kamakawiwo'ole - E Ku U Morning Dew

Donnerstag, 15. September 2011

Bilderflut die Dritte: Im Centro Austistico

Im großen Raum können die Kinder mit Bällen und Matten ein Spielparadies schaffen - außerdem wird eine Menge mit Klötzchen gebaut.
Heute gibt es mal einen Einblick in meinen Arbeitsplatz: Sowohl Räumlichkeiten als auch Mitarbeiter und Kinder. Die Fotos sind leider entstanden als Raphael noch nicht da war, deshalb ist er nicht drauf.
Ich gebe ehrlich zu, dass ich nicht erwartet habe, wie anstrengend das Arbeiten mit den Kids ist und es verlangt mir eine Menge ab.
Manchmal fühlt man sich als Alleinunterhalter, als Clown, der sich abmüht nur einmal einen dieser kleinen Menschen zu erreichen und die meiste Zeit scheint dies so aussichtslos. Man springt, man tanzt, man singt, bietet immer wieder neue Spielmöglichkeiten an und die meiste Zeit prallt man damit gnadenlos ab.
Doch die wenigen Momente, in denen man eins der Kinder wirklich zu erreichen scheint, in denen man einen kurzen Blick in ihre Welt werfen kann, die entlohnen für alle Anstrengungen zuvor.

ohne Kinder schauts so kahl aus..
Die "Schule" - hier werden eifrig Buchstaben ausgeschnitten und aus Knete geformt und zu Wörtern geformt
Im Büro wird das Tagesgeschehen besprochen und geplant: Bia, Norbert, Irmi und Cynthia
Mein lieber Erick und ich
große, neugierige Kinderaugen
Johan schläft zauberhaft.
ein einziger Ball kann manchmal für Stunden faszinieren
Bia und Emmanuel formen Buchstaben aus Knete

Irmi und Emmanuel auf Kuschelkurs - wenn auch hier noch vorsichtig

Cynthia und Johan beim Antasten
Erick untersucht einen Papierpinguin
Emmanuel beim Namen-Formen

Irmi spielt mit Erick
Martín lauscht Bias Geschichte
Erick betrachtet manchmal lieber aus der Ferne
Manchmal gibt's auch Kuscheleinheiten
So und nicht anders sollst du sein, Erick.

Donnerstag, 1. September 2011

Children


Das ist grad wichtig und kommt deshalb zuerst. Ich hoffe ihr mögt mein kleines Video über die Kinder im Centro Autistico. Ich hätte gern noch mehr gefilmt, aber ich wollte nicht nur hinter der Kamera sein, sondern im Leben.

Mittwoch, 31. August 2011

Alle meine Kinder..!


Naja, fast. Eigentlich waren heute nur 3 von den mittlerweile 5 Jungs da - warum die anderen beiden nicht gekommen sind, habe ich nicht ganz verstanden, dafür reicht mein Spanisch nicht aus.
Nichtsdestotrotz waren wir heute alle zusammen im Park und haben zur Vorbereitung eifrig Brote geschmiert. Da wir nun doch sehr viele Betreuer waren für recht wenig Kinder und auch die Mamis noch dabei waren, hab ich mich ein wenig zurückgehalten und ein paar Bilder gemacht. Nicht jedoch ohne vorher noch unter der Aufsicht von Doktor Martín ein Baby zu bekommen: Einen schimmernden, bunten Ball. Herrlich war als Martín sich den Ball vor seinen eigenen, ohnehin schon recht stattlichen Bauch hielt, und vergnügt verkündete er wäre jetzt schwanger...
Der Weg in den Park war etwas unentspannter, als das Spiel zuvor. Johan schrie, weil ihm die neue Situation Angst machte und Martín schrie, weil er wirklich keine Lust hatte 10 Minuten zu Laufen. Nur Emmanuel blieb ruhig, legte dafür aber ein Tempo vor, dass es schwierig war ihn einzuholen.
Am Ende kamen aber alle gesund und ohne Verluste an.

Luis und Emmanuel beim Brote schmieren
Auch Martín schmiert sich eine Stulle, verputzt sie allerdings direkt vor Ort und Stelle :)
hinten: Marcella und Bia, vorne: Johan und seine Mama beim Picknick im Park
Auch Martín, Luis und Lizeth kommen endlich an - mit Unterstützung eines mächtigen Wanderstocks

Martín, stolz endlich da zu sein

Picknick: Lizeth, Martin, Johan, Bia und Irma (v.l.)

Emmanuel gewöhnt sich langsam ein und vernascht eine Orange

Martin, vollgekleckert aber zufrieden mit seiner Mama, Johan rechts daneben
beim Schaukeln entspannt Johan
So, das sind meine ersten Schnappschüsse der Kinder. Habe auch noch ein paar Fotos der Räumlichkeiten im Centro für euch, die kommen dann beim nächsten Eintrag.
Liebst, Isabel